Microsoft verteidigt In-Game-Advertising
JJ Richards, GM bei Massive Incorporated(Microsoft-Tochter für In-Game Advertising), verteidigte In-Game Advertising im Microsoft Advertising Blog. Dem vorangegangen waren negative Meldungen zu IGA in den vereinigten Staaten. Richards nennt 5 grundlegende Fakten zu In-Game Advertising:
1. In-Game Advertising ist erfolgreich
Man erwarte, dass der globale IGA Markt die 1-Millarde-Dollar Grenze bis 2014 erreicht hat. Auch Massive selbst konnte 2009 ein Umsatzplus verzeichnen, trotz der Wirtschaftskrise. Vor kurzem konnte die Microsoft Tochter die Buchung der 1000 Kunden Kampagne verzeichnen.
2. IGA als wichtiger Zugang zu wertvollen Kundengruppen
So verbringen 18-34 jährige Männer weniger Zeit vor dem Fernseher als mit PC Spielen. Die Wirtschaftskrise hat zwar die Spieleverkäufe getroffen, doch die Spielzeiten (und gleichzeitig Zeiten, in denen Sie in-Game Werbung sehen können, steigt weiterhin an.
3. In-Game Advertising funktioniert
Richards nennt Zahlen aus diversen Studien seit 2006, hier 2 aktuelle:
72% aller Gamer erinnern sich an Werbungen von Marken in Spielen
65% der Gamer sind der Meinung, das in-Game Werbung mehr auffallen, als andere Werbeformen (online, Zeitschriften, Fernsehen)
4. IGA ist messbar, preiswert und leicht umzusetzen
Daten sind (wie bei anderen Formen von digitaler Werbung) leicht messbar. Der Einbau von Werbung in ein Spiel ist unkompliziert und auch eine Änderung bzw. Anpassung für eine bereits angelaufende Kampagne ist binnen kurzer Zeit möglich.
5. Spieler mögen In-Game Advertising
Laut Richards wertet Werbung das Spielerlebnis auf, anstatt es zu verringern. Dementsprechend soll diese nie vom eigentlichen Spielgeschehen ablenken und eine Portion Realismus zum Spiel hinzufügen. “Stellen Sie sich vor, Sie spielen ein Major League Baseball Game ohne Werbung hinter Home Plate, Scoreboard oder Outfield Wall – nicht sehr realistisch”, ergänzt Richards.
Quellen:
Microsoft Advertising Blog
Revolution Magazine
Anmerkung:
Richards mag in einigen Dingen sicher recht haben, inwiefern Punkt 5 zutrifft, ist jedoch fraglich. Als Ausnahme sind hier sicherlich die erwähnten Sportspiele zu sehen: hier gehört Werbung (vor allem ECHTE Werbung) sicherlich zum Feeling dazu. In anderen Genres ist es eine schmale Gratwanderung zwischen genial platzierter Werbung und vollkommen störendem Fremdkörper.
Doch auch Spieler können durchaus Vorteile erkennen: so wäre die Akzeptanz bei Spielern deutlich höher, wenn im Gegenzug für platzierte Werbung der Spielpreis ein wenig sinken würde …

Tags: iga, in game advertising, Massive, Microsoft, richards


Mo, Nov 2, 2009
Allgemein, Pressespiegel über IGA